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Hirnorganisches Psychosyndrom

Die Hauptursachen des hirnorganischen Psychosyndroms

Unter einem „HOPS“ versteht man verschiedene neuropsychiatrische Erkrankungen als Folge einer hirnorganischen Funktionsstörung unterschiedlicher Ursachen. Dahinter kann sich ein Hirntumor verbergen, eine Hirnhautentzündung oder eine Schädel-Hirnverletzung. Auch jahrelanger Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch kann zu organischen Hirnveränderungen und einer entsprechenden Symptomatik führen. Ein hirnorganisches Psychosyndrom kann eine vorübergehende Erscheinung sein: Nach einem Unfall kann der Patient komatös sein und über ein Durchgangssyndrom vollständig oder zum Teil genesen. Im letzteren Fall können hirnorganische Restsymptome verbleiben.

Die Symptome eines „HOPS“ können ganz unterschiedlich sein: Es kann sich um ein Delir, um ein amnestisches Syndrom, ein Koma, eine vorübergehende Verwirrtheit handeln, es können Gedächtnisstörungen oder auch Wesensänderungen, Einschränkungen der Kritik- und Urteilsfähigkeit oder auch eine erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität entstehen.

Die organischen Psychosyndrome sind teilweise einer Behandlung zugänglich (z. B. nach Unfällen und Verletzungen, im Rahmen von deliranten Zuständen oder Hirninfektionen). Wenn Stoffwechselstörungen ursächlich sind, so werden diese, wie z.B. bei einer Schilddrüsenunterfunktion, entsprechend behandelt und führen damit zu einer Symptomreduktion. Viele Patienten mit einem „HOPS“ können wieder vollständig genesen (ausgenommen Demenzerkrankung).