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Intelligenzstörungen

Was versteht man unter einer Intelligenzminderung?

Was ist Intelligenz? Intelligenz ist ein Oberbegriff für die verschiedensten Fähigkeiten des Gehirns. Dazu gehören die Lern- u. die Merkfähigkeit, die Auffassungsgabe, die soziale wie die emotionale Intelligenz. Auch die Fähigkeit sich anzupassen gehört dazu, aus Erfahrungen zu lernen und die Erfahrungen auf andere Situationen zu übertragen, eine Sprache zu erlernen und sie auch richtig anzuwenden. Die Intelligenz hilft uns, die körperliche Motorik zu steuern und zu kontrollieren. Sie kann unterschiedlich gut entwickelt sein. Dementsprechend kann sich eine Intelligenzminderung in verschiedenen Bereichen darstellen und unterschiedliche Schweregrade haben. Häufig ist eine Intelligenzminderung angeboren.

Je nach Ausprägung der Intelligenzminderung können die Betroffenen in ihrer Lernfähigkeit beeinträchtigt sein. Sie schaffen es nicht, Lesen, Schreiben oder Rechnen zu erlernen. Sie können sich sprachlich unterschiedlich gut artikulieren und auch einfache Anlerntätigkeiten ausführen. Betroffene mit höhergradigen Intelligenzminderungen sind meist auch körperlich beeinträchtigt und bedürfen ganz besonderer Betreuung und Fürsorge. Sie sind zu einer selbständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung nicht fähig.

Behandlung:

Die Intelligenzminderung lässt sich nicht behandeln. Wichtig ist bei Erkennung einer früh erworbenen Intelligenzminderung,  z.B. aufgrund einer Hirnerkrankung im Kleinstkindesalter, damit die Kinder entsprechend gefördert werden, um ihre Fähigkeiten bestmöglich entwickeln zu können. Bei zusätzlichen körperlichen Beeinträchtigungen, motorischen Behinderungen oder Sprachstörungen, können Therapien, wie Sprachtherapien, zur Anwendung kommen. In einzelnen Fällen entwickeln die Betroffenden auch vorübergehend aggressives Verhalten. Wenn die Symptome nicht durch den Umgang mit dem Betroffenen gemildert werden können, kann die Behandlung mit Psychopharmaka notwendig sein.