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Die Praxis ist geschlossen vom 22.12.2017.- 01.01.2018

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Posttraumatische Belastungsstörung

Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung?

Eine posttraumatische Belastungsstörung tritt als verzögerte psychische Reaktion auf ein belastendes Erlebnis auf. Die Wahrscheinlichkeit, im Anschluss an ein traumatisches Erlebnis an einer PTBS zu erkranken, ist unter anderem abhängig von der Art des Traumas und den Möglichkeiten der Person, mit diesem Ereignis umzugehen. Ursächliche Erlebnisse sind häufig Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen oder schwere Unfälle. Die Betroffenen erleben dabei Angst sowie Schutzlosigkeit und Kontrolllverlust.

Charakteristisch für posttraumatische Belastungsstörungen sind zwei Arten von Symptomen: Die sogenannten Symptome des Wiedererlebens, die die Betroffenen tagsüber anhand von Tagträumen oder Flashbacks oder nachts in Angstträumen erleben. Und die Vermeidungssymptome wie emotionale Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Umgebung und anderen Menschen gegenüber, Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten.

Meistens treten beide Arten von Symptome parallel auf. Häufig kommen Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Wachsamkeit oder ausgeprägte Schreckhaftigkeit dazu. Nicht jedes traumatische Ereignis führt zu einer Störung - und nicht jede Störung nach einem traumtaischen Ereignis ist eine postraumatische Belastungsstörung.

Therapiemaßnahmen bei einer posttraumatischen Belastungsstörung

Grundlegendes Ziel der Therapie besteht darin, für die Betroffenen zunächst eine sichere Umgebung darzustellen, in welcher sie sich vor weiterer Traumatisierung geschützt fühlen. Sie sollen im  Alltag besser mit den belastenden Symptomen umgehen können. Im Verlauf der Therapie geht es darum, den Betroffenen zu helfen, die eigenen Gefühle zu lenken. Dabei werden die Bilder des traumatischen Erlebnisses und die damit verbundenen Gefühle erneut verarbeitet, analysiert und neu bewertet.

Sollte zusätzlich eine Depression vorhanden sein, ist eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll.

Es gibt verschiedene Therapieverfahren, die sich zur Bearbeitung der posttraumatischen Belastungsstörung eignen:

  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • psychodynamische Verfahren
  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

Letztendlich gilt es, den Betroffenen dabei zu unterstützen, wieder ins Leben zurück zu finden. Es gibt keine Möglichkeit, einer posttraumatischen Belastungsstörung vorzubeugen. Es hat sich gezeigt, dass – neben frühzeitiger psychologischer Betreuung – eine intensive soziale Unterstützung nach einem traumatischen Ereignis sehr wichtig ist.