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Die Praxis ist geschlossen vom 22.12.2017.- 01.01.2018

Vertretung: Herr Dr. med. J. Welnic
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Borderline-Störung

Wie äußert sich eine Borderline Störung?

Jeder Mensch ist zeitweise traurig, ärgert sich, ist deprimiert oder hat einfach mal einen schlechten Tag. Diese Form von Alltagsfrust bewältigen wir in der Regel ohne größere Probleme. Anders bei Menschen mit Borderline-Störung: Sie haben Probleme, ihre Gefühle und Emotionen überhaupt zu spüren und einzuordnen, was zu einer starken inneren Anspannung führt. Schon Kleinigkeiten genügen dann um ihr emotionales Gleichgewicht aus der Balance zu bringen und die Gefühlslage zu kippen.

In nur kurzer Zeit werden die Betroffenen wütend, ängstlich oder sind am Rande einer Panikattacke oder völliger Verzweiflung. Sie sind nicht in der Lage die spontan wechselnden Stimmungen und ihre Impulse zu kontrollieren, wodurch sie auf ihr Umfeld befremdlich, launisch und unberechenbar wirken.

Exentrische Persönlichkeit oder Borderline Störung?

Jeder Mensch ist zeitweise traurig, ärgert sich, ist deprimiert oder hat einfach mal einen schlechten Tag. Diese Form von Alltagsfrust bewältigen wir in der Regel ohne größere Probleme. Anders bei Menschen mit Borderline-Störung: Sie haben Probleme, ihre Gefühle und Emotionen überhaupt zu spüren und einzuordnen, was zu einer starken inneren Anspannung führt. Schon Kleinigkeiten genügen dann um ihr emotionales Gleichgewicht aus der Balance zu bringen und die Gefühlslage zu kippen.

 

Doch nicht immer handelt es sich tatsächlich um Borderline-Symptome sondern einfach nur um eine exzentrische Persönlichkeit. Der Leidensdruck macht dabei den Unterschied.

Das Leidensbild von Borderline-Betroffenen ist für das nähere Umfeld gleichermaßen beschwerlich und strapaziös wie für die Personen selbst. Betroffene nutzen häufig gravierende Mittel um die unerträgliche innere Spannung abzubauen. Sie verletzen, ritzen oder schlagen sich. Eine solche Selbstverletzung ist ein Versuch das Gefühlschaos zu kontrollieren.

Verlauf und Ursachen einer Borderline Störung

Der Verlauf der Erkrankung ist langwierig und meist chronisch. Manche Betroffene gleiten im Laufe ihrer Krankheit in eine schizophrene Psychose ab. Dabei ist bewiesen, dass genetischen Faktoren und in vielen Fällen frühe traumatische Erfahrungen für die Entstehung der Borderline-Störung verantwortlich sind.

Therapie

Im Vordergrund der Borderline-Therapie steht, die Person im Alltag zu stabilisieren und die traumatischen Erfahrungen, die als Ursache für die Borderline-Störung gelten, aufzubereiten. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung kann mit Psychotherapie, insbesondere mit speziellen Formen der Verhaltenstherapie behandelt werden. Besonders bewährt haben sich die dialektisch-behaviorale Therapie und spezielle psychodynamische Therapien wie die Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP).

Bei der DBT handelt es sich um eine Form der Verhaltenstherapie, bei welcher die Betroffenen lernen ihre Gefühle in geregelte Bahnen zu lenken, bevor die Emotionen außer Kontrolle geraten. Sie üben mit individuellen Skills ihren Gefühlsausbrüchen gegenzusteuern. negative Emotionen frühzeitig wahrzunehmen, zu regulieren und abzubauen.

Weitere psychotherapeutische Verfahren helfen Patienten zum Beispiel dabei ihre Gefühle besser zu spüren und mehr Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen zu gewinnen. Sollten neben der Borderline-Störung auch weitere psychische Krankheiten wie Depressionen vorhanden sein bietet sich in den meisten Fällen zusätzlich eine medikamentöse Behandlung an. Bei den meisten Patienten reicht eine ambulante Behandlung aus. Bei Suizidgefahr oder schweren Selbstverletzungen empfiehlt sich aber unbedingt eine zeitweise stationäre Therapie in spezialisierten Einrichtungen.